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Hochzeitsbudget nach Kategorien aufteilen: der Plan für 2026

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Ein Tortendiagramm der Budgetaufteilung einer Hochzeit auf einem Notizblock

Eine gute Budgetaufteilung beantwortet nicht nur die Frage, wie viel Prozent für die Location gedacht sind. Sie stellt sicher, dass jeder Euro genau einmal verplant ist, ein Puffer innerhalb der Obergrenze liegt und eine zusätzliche Zusage sofort in Euro sichtbar wird.

Für eine typische Feier in Deutschland ist dieses Startmodell brauchbar: 10 Prozent Reserve zurückhalten, vom verbleibenden Betrag ungefähr 45 Prozent für Location, Essen und Getränke vorsehen und den Rest nach euren Prioritäten verteilen. Es ist kein Naturgesetz. Eine standesamtliche Feier mit 24 Gästen braucht eine andere Verteilung als ein Wochenende mit 140 Personen, Band und Shuttle.

Wenn eure Obergrenze noch nicht steht, beginnt zuerst mit dem Leitfaden zum Hochzeitsbudget oder legt in fünf Schritten ein realistisches Hochzeitsbudget fest. Hier geht es um den nächsten Schritt: aus einer Zahl einen belastbaren Plan zu machen.

Was die 2026-Zahlen wirklich aussagen

Der Bridebook Wedding Report 2026 nennt für Deutschland durchschnittliche Hochzeitsausgaben von 17.006 Euro, ohne Flitterwochen und Verlobungsringe. Mit diesen beiden Posten steigt der Wert auf 20.263 Euro. Die Erhebung stützt sich auf Angaben von mehr als 2.000 verlobten und kürzlich verheirateten Paaren aus Deutschland.

Das ist ein nützlicher Marktanker, aber keine amtliche Preisstatistik. Die Daten beruhen auf Selbstauskünften einer Plattformstichprobe. Ein arithmetischer Mittelwert wird außerdem von besonders teuren Feiern nach oben gezogen. Er sagt nicht, dass eine Hochzeit 17.006 Euro kosten muss oder dass jede Kategorie im Report von jedem Paar gebucht wurde.

Auch die ausgewiesenen Einzelwerte darf man nicht einfach addieren. Bridebook nennt zum Beispiel im Mittel 8.568 Euro für die Location, 1.656 Euro für Fotografie, 1.832 Euro für das Hochzeitskleid und 338 Euro für Papeterie. Solche Kategorien können unterschiedliche Buchergruppen und Leistungsumfänge haben. Eine Locationpauschale kann Speisen enthalten, ein anderes Angebot nur den Raum. Unser ausführlicher Artikel Was kostet eine Hochzeit 2026 ordnet die Marktzahlen ein.

Für eure Planung ist deshalb nicht der perfekte Prozentsatz entscheidend, sondern eine saubere Rechenregel:

Gesamtbudget = Reserve + Fixkosten + Pro-Kopf-Kosten + Schwellenkosten.

Der Betrag auf der linken Seite bleibt unverändert. Wird rechts etwas teurer, muss ein anderer Posten sinken. Genau das ist ein Nullsummenbudget.

Das Kategorienmodell für euer Hochzeitsbudget

Zieht zuerst 10 Prozent Reserve von der Obergrenze ab. Verteilt dann den verfügbaren Betrag auf neun Töpfe. Die folgenden Anteile beziehen sich auf den Betrag nach Abzug der Reserve und ergeben zusammen genau 100 Prozent.

KategorieStartanteilWas hineingehört
Location, Essen und Getränke45 %Raum, Menü oder Buffet, Getränkepaket, Service, Mobiliar
Fotografie und Video11 %Begleitung, Bearbeitung, Album, Fahrt, optional Video
Outfits und Beauty9 %Kleid, Anzug, Schuhe, Accessoires, Änderungen, Styling
Musik und Unterhaltung7 %DJ oder Band, Technik, Mikrofon, Zusatzprogramm
Blumen, Deko und Miete7 %Floristik, Kerzen, Stoffe, Traubogen, Leihmöbel
Trauung, Ringe und Formalitäten6 %Standesamt, Urkunden, freie oder kirchliche Trauung, Ringe
Torte, Papeterie und Gastdetails5 %Torte, Einladungen, Menükarten, Gastgeschenke
Transport und Organisation4 %Shuttle, Übernachtung, Kinderbetreuung, Tageskoordination
Euer Schwerpunkt6 %Brunch, Planer, besonderes Essen oder eine andere Priorität
Startmodell für den Betrag nach Abzug der Reserve. Die Anteile sind Planwerte, keine Marktpreise.

Die 45 Prozent für Location, Essen und Getränke sind bewusst niedriger als manche veröffentlichte Faustformel. Eine Quote von 60 oder 70 Prozent kann für eine große Restaurantfeier stimmen, lässt aber bei mittleren Budgets kaum Platz für Fotografie, Kleidung und Musik. Wenn euer echtes Angebot bereits 55 Prozent des verfügbaren Betrags bindet, ist das kein Rechenfehler. Dann braucht ihr eine bewusste Gegenentscheidung bei Gästezahl, Termin, Leistungsumfang oder anderen Kategorien.

Den Plan direkt anpassen

Der Planer hält die Reserve innerhalb eurer Obergrenze. Ändert Prozente, gleicht sie wieder auf 100 Prozent aus und tragt später die tatsächlichen Angebote als Prognose ein.

Eure private Budgetübersicht

Euer Plan wird geöffnet

Gebt jedem Teil eurer Hochzeit seinen Platz

Legt euer Limit fest, schützt die Reserve und macht aus Schätzungen nach und nach Verträge und Zahlungen. Eure Eingaben werden auf diesem Gerät automatisch gespeichert.

EUR
Sicherheitspuffer10 %

Für Kategorien verfügbar

18.000,00 €

Geschützte Reserve

2.000,00 €

Frei verfügbares Budget

0,00 €

Noch zu zahlen

18.000,00 €

Eure Kategorien nutzen das verfügbare Budget genau.

Aufteilung nach Kategorien

Öffnet jeweils einen Budgetposten. Fügt alles hinzu, was ihr für eure Hochzeit braucht – von der standesamtlichen Trauung bis zum Brunch am nächsten Tag.

%

Voraussichtliche Summe

18.000,00 €

Insgesamt bezahlt

0,00 €

Noch zu zahlen

18.000,00 €

Die automatische Speicherung bleibt in diesem Browser. Exportiert eine Sicherungskopie, bevor ihr Browserdaten löscht oder das Gerät wechselt.

Geteilte Kopien enthalten weder Namen von Dienstleistern noch private Notizen. Der Link selbst enthält die übrigen Plandaten.

Die Prozentwerte sind ein Nullsummen-Startmodell. Sie beziehen sich auf den nach Abzug der Reserve verfügbaren Betrag und ersetzen keine regionalen Angebote.

Datenanker: Bridebook Wedding Report 2026, mehr als 2.000 verlobte und kürzlich verheiratete Paare in Deutschland.

Dies ist eine Planungshilfe, kein Angebot und keine Finanzberatung. Ersetzt die Startwerte durch vergleichbare lokale Bruttopreise mit identischem Leistungsumfang.

Einladungspreis vergleichen

Das Budgetfolio speichert jede Änderung automatisch in diesem Browser. Ihr könnt Zeilen hinzufügen, umbenennen, verschieben, sperren oder löschen und anschließend Angebot, Vertragssumme, Zahlungen, Fälligkeit, Anbieter und Notizen festhalten. Mit der JSON-Sicherung wechselt der vollständige Plan auf ein anderes Gerät. Ein geteilter Link enthält eine lesbare Kopie, lässt aber Anbieternamen und private Notizen weg.

Sechs Nullsummen-Szenarien in Euro

Die sechs Beispiele sind Rechenvorlagen, keine Preisversprechen. Jede Zeile enthält die Reserve und verteilt den Rest vollständig. Nichts wird später heimlich auf die Gesamtsumme geschlagen. Die Gästezahl hilft bei der Einordnung, ist aber keine Behauptung darüber, was eine Feier dieser Größe überall in Deutschland kostet.

RahmenReserveLoc. + EssenFotoOutfitsMusikDekoTrauung + RingeTorte + PapierLogistikSchwerpunkt
10.000 €, 30 Gäste1.000 €4.000 €1.000 €800 €600 €500 €500 €400 €400 €800 €
15.000 €, 50 Gäste1.500 €6.500 €1.500 €1.200 €900 €800 €800 €600 €600 €600 €
20.000 €, 80 Gäste2.000 €8.000 €2.200 €1.600 €1.200 €1.200 €1.200 €1.000 €800 €800 €
30.000 €, 100 Gäste3.000 €13.500 €3.500 €2.300 €2.000 €1.800 €1.500 €1.000 €900 €500 €
40.000 €, 120 Gäste4.000 €18.000 €5.000 €3.000 €2.400 €2.400 €2.000 €1.500 €1.200 €500 €
60.000 €, 150 Gäste6.000 €27.000 €7.000 €5.000 €3.500 €3.500 €3.000 €2.000 €1.500 €1.500 €
Alle Zeilen gehen exakt auf. Die Beträge zeigen eine mögliche Verteilung, nicht den erwartbaren Marktpreis für die genannte Gästezahl.

So nutzt ihr die Tabelle richtig: Markiert zwei oder drei Prioritäten. Verschiebt Geld dorthin, aber nehmt es in derselben Sitzung an anderer Stelle weg. Wenn ihr zum Beispiel beim 20.000-Euro-Szenario 800 Euro mehr für Fotografie möchtet, können 500 Euro aus Deko und 300 Euro aus dem freien Schwerpunkt kommen. Die Reserve bleibt unangetastet.

Eine Zusage braucht sofort einen Gegenposten

Wenn die Gästezahl nach oben geht, erhöht zuerst Location, Essen, Getränke und alle weiteren Pro-Kopf-Posten. Entscheidet direkt, woher dieses Geld kommt. Eine Warteliste oder klare Plus-Eins-Regel ist wirksamer als später zehn kleine Dekoposten zu kürzen. Für die Haushaltslogik hilft unsere Vorlage für die Hochzeitsgästeliste.

In sechs Schritten von Prozenten zu echten Buchungen

Prozente sind nur die erste Skizze. Belastbar wird die Aufteilung, wenn jedes Angebot denselben Weg durchläuft und eine Zusage nie ohne Gegenfinanzierung in den Plan rutscht.

1. Die Obergrenze als feste Zahl behandeln

Schreibt eine einzige Zahl auf, die ihr aus vorhandenem Geld, sicheren monatlichen Rücklagen und verbindlich zugesagten Familienbeiträgen bezahlen könnt. Erwartete Geldgeschenke von Gästen gehören nicht hinein. Sie sind weder sicher noch vor der Hochzeit verfügbar. Auch ein Kredit macht eine teurere Feier nicht günstiger, sondern ergänzt Zinsen und eine Belastung nach dem Fest.

Trennt auf Wunsch Hochzeitsreise und Verlobungsring vom Feierbudget. Wichtig ist nicht, welches Konto ihr verwendet, sondern dass dieselbe Ausgabe nicht in zwei Töpfen auftaucht.

2. Die Reserve sofort sperren

Bei 20.000 Euro Gesamtbudget und 10 Prozent Reserve plant ihr Kategorien nur mit 18.000 Euro. Die fehlenden 2.000 Euro sind nicht frei, nur weil noch keine Rechnung dafür existiert. Haltet den Betrag im Budgetplan sichtbar, aber gebt ihm keine Wunschleistung.

Wenn alle Verträge unterschrieben sind und der Puffer noch vollständig steht, könnt ihr spät entscheiden, ob ein Teil in den Schwerpunkt wandert. Vorher ist er euer Schutz gegen Mengenänderungen, Ersatzbeschaffung und echte Preisabweichungen.

3. Drei Ankerangebote früh einholen

Beginnt mit den Posten, die den größten Teil der Summe binden und euren Termin blockieren: meistens Location mit Catering, Fotografie und Musik. Nutzt dafür dieselbe Gästezahl, dieselben Stunden und dasselbe Datum. Sonst vergleicht ihr keine Preise, sondern verschiedene Feiern.

Ein günstiger Raum ohne Tische, Service und Endreinigung kann am Ende teurer sein als eine höhere Pauschale. Ein Fotografenangebot über sechs Stunden ist nicht mit einer zehnstündigen Reportage einschließlich Album vergleichbar. Schreibt fehlende Leistungen mit einem realistischen Platzhalter daneben, bevor ihr euch entscheidet.

4. Für jede Kategorie Ziel, Vertrag und Zahlung führen

Eure Liste braucht mindestens vier Spalten:

  • Plan: Betrag aus eurer ursprünglichen Aufteilung
  • Gebunden: Bruttoendpreis aus unterschriebenen Verträgen
  • Bezahlt: Anzahlungen und bereits beglichene Rechnungen
  • Prognose: gebundene Summe plus noch ungebuchte Restleistungen

Die Spalte „Bezahlt“ zeigt eure Liquidität, nicht den endgültigen Preis. Eine Anzahlung von 500 Euro macht ein 2.500-Euro-Paket nicht zu einem 500-Euro-Posten. Umgekehrt ist ein noch nicht fälliger Restbetrag kein zukünftiges Problem, sondern bereits gebundenes Budget.

5. Jede Überschreitung am selben Tag ausgleichen

Kostet die Wunschlocation 1.400 Euro mehr als geplant, verschiebt ihr am selben Abend 1.400 Euro aus anderen Kategorien. Vermerkt die konkrete Entscheidung: 600 Euro weniger Deko, 500 Euro kleineres Musikpaket, 300 Euro weniger im freien Schwerpunkt. „Später sparen“ ist keine Gegenbuchung.

Geht dabei nicht mit dem Rasenmäher über alle Töpfe. Kleine Kürzungen an zehn Stellen erzeugen viel Arbeit und kaum Charakter. Bewahrt zwei oder drei Prioritäten und nehmt eine Leistung, die euch weniger bedeutet, deutlich zurück. Weitere konkrete Hebel findet ihr im Leitfaden zum Sparen bei der Hochzeit.

6. Budget und Zahlungsplan getrennt prüfen

Selbst eine Hochzeit innerhalb des Budgets kann kurzfristig das Konto überfordern, wenn mehrere Restzahlungen in derselben Woche fällig sind. Ergänzt deshalb zu jeder Buchung das Fälligkeitsdatum. Sortiert die Liste monatlich und prüft, ob das Geld dann tatsächlich verfügbar ist.

Fragt bei Vertragsabschluss, wann die endgültige Gästezahl gemeldet werden muss und wann sich daraus die Schlussrechnung ergibt. Der Zeitpunkt ist besonders wichtig, wenn Zu- und Absagen kurz vor der Cateringfrist eintreffen. Ein klarer RSVP-Ablauf schützt nicht nur eure Nerven, sondern auch die Mengenplanung.

Fixkosten, variable Kosten und Schwellenkosten

Nicht jede Kategorie wächst mit der Gästezahl. Wer alles durch Personen teilt, überschätzt die Ersparnis einer kleinen Feier und unterschätzt zusätzliche Zusagen.

Fixkosten bleiben in einem bestimmten Rahmen gleich. Dazu gehören häufig die fotografische Begleitung, das Brautkleid, der Anzug, die Traurednerin, ein DJ-Paket oder die Grundmiete. Auch eine digitale Einladung mit unbegrenzter Gästezahl ist ein Fixposten. Fix heißt trotzdem nicht unveränderlich: Zwei zusätzliche Stunden Fotografie oder eine größere Musikanlage ändern das Paket.

Variable Kosten entstehen pro Person, Haushalt oder Stück. Menü, Getränke, Stuhlhusse, Gastgeschenk und Shuttleplatz sind typische Beispiele. Papeterie wird oft pro Haushalt bestellt, nicht pro Gast. Rechnet deshalb mit Einheiten, nicht mit einem pauschalen Pro-Kopf-Wert.

Schwellenkosten springen ab einer Grenze. Der 81. Gast kann einen weiteren Tisch, zusätzliche Servicekraft, größeren Bus oder zweiten Raum auslösen. Fragt die Location nach den konkreten Stufen. Ein Angebot von 120 Euro pro Person erzählt nur die halbe Geschichte, wenn ab 100 Gästen weitere 900 Euro für Personal und Technik fällig werden.

Die praktische Formel lautet:

Prognose = feste Pakete + Gäste × Pro-Kopf-Satz + Haushalte × Stückpreis + ausgelöste Zusatzpakete.

Angebote auf denselben Umfang bringen

Bevor ihr einen Pro-Kopf-Preis in den Rechner übernehmt, setzt jedes Angebot auf eure echte Feier um. Prüft Empfang, Abendessen, Getränke, Mitternachtssnack, Servicezeit, Kinderpreise, Dienstleisteressen, Mehrwertsteuer und Mindestumsatz. Ein Getränkepaket bis 1 Uhr ist nicht dasselbe wie Getränke nach Verbrauch bis 3 Uhr.

Auch regionale und zeitliche Unterschiede lassen sich nicht mit einem Deutschlanddurchschnitt lösen. Holt Angebote für euren Ort, Monat und Wochentag ein. Wenn ihr flexibel seid, lasst euch dieselbe Feier für einen Freitag, Sonntag oder einen Termin außerhalb der beliebtesten Monate rechnen. Verwendet die günstigere Variante erst dann im Plan, wenn sie schriftlich angeboten wurde.

Bei festen Paketen zählen ebenfalls die Grenzen. Notiert bei Foto, Musik und Traurede die Einsatzdauer, Anfahrt, Technik, Vorbereitung, Lieferumfang und Verlängerungsstunde. So wird aus einer scheinbar günstigen Startsumme ein vergleichbarer Bruttoendpreis.

Gästezahl und Leistungsniveau durchspielen

Der folgende Rechner trennt feste und gastabhängige Beispielposten. Die Standardstufe ist eine Modellrechnung, kein bundesweiter Tarif. Prüft besonders, ob eure Locationmiete bereits Essen, Getränke, Mobiliar oder Personal enthält, bevor ihr echte Angebote übertragt.

Budgetschätzung für die Hochzeit

Anzahl der Gäste80
Budgetschätzung für die Hochzeit
KategorieBetrag
Location, Essen und Getränke8.800 €
Torte, Drucksachen und Gastdetails1.760 €
Fotografie und Video2.600 €
Outfits und Beauty2.200 €
Musik und Technik1.600 €
Blumen, Deko und Mietartikel1.700 €
Trauung, Ringe und Formalitäten1.400 €
Transport und Organisation1.000 €

Geschätzte Gesamtsumme

21.060 €

Pro Gast

263 €

Modellwerte für Deutschland, Stand August 2026. Feste Pakete und Pro-Kopf-Posten werden gemeinsam mit dem gewählten Leistungsniveau skaliert. Region, Termin und Leistungsumfang können deutlich abweichen.

Einladungspreis ansehen

Versteckte Kosten gehören in Kategorien, nicht nur in den Puffer

Der Puffer ist für echte Abweichungen gedacht. Vorhersehbare Nebenkosten gehören von Anfang an in die passende Kategorie. Sonst sieht jede Kategorie günstig aus und die Reserve verschwindet schon Wochen vor der Feier.

Bei der Location sind das häufig Korkgeld, Tellergeld für eine mitgebrachte Torte, Endreinigung, Kaution, Mobiliar, Auf- und Abbau, Technik, Garderobe, Nachtzuschläge und Personal nach der vereinbarten Endzeit. Klärt außerdem, ob die Getränkepauschale beim Empfang beginnt, wann sie endet und wie Kinder, Dienstleister und alkoholfreie Gäste berechnet werden. Unsere Fragen vor der Buchung einer Hochzeitslocation gehen diese Punkte einzeln durch.

Bei Kleidung fehlen oft Änderungen, Reinigung, Unterwäsche, Schuhe, Ersatzhemd und Probestyling. Bei Foto, Musik und Floristik kommen Fahrt, Übernachtung, Aufbau, Mietmaterial und Mehrwertsteuer in Betracht. Auch Essen für Fotograf, DJ oder Band sollte mit der Location abgestimmt sein.

Weitere typische Lücken sind:

  • zusätzliche Eheurkunden und beglaubigte Unterlagen
  • Porto, Umschläge und Nachbestellungen
  • Menüverkostung und Probe-Make-up
  • Kinderbetreuung und barrierefreier Transport
  • Frühstück oder Brunch am nächsten Morgen
  • Schlechtwetterlösung für Trauung und Empfang
  • Trinkgelder, die freiwillig bleiben und nie als verpflichtende Gebühr kalkuliert werden sollten
  • Storno- oder Umbuchungskosten bei einer Terminänderung

Eine ausführliche Prüfliste findet ihr bei den versteckten Hochzeitskosten.

Was in Deutschland rechtlich und üblich ist

Standesamt und Trauzeugen

Rechtlich verheiratet seid ihr in Deutschland nur durch die Erklärung vor dem Standesbeamten. Das steht in § 1310 BGB. Eine freie oder kirchliche Trauung kann persönlich zentral sein, ersetzt aber diesen Rechtsakt nicht.

Trauzeugen sind nicht vorgeschrieben. Nach § 1312 BGB kann die Eheschließung auf Wunsch in Gegenwart von einem oder zwei Zeugen stattfinden. Plant also keine vermeintliche Pflichtausgabe für Trauzeugen ein.

Die Eheschließung wird grundsätzlich beim Standesamt eines Wohnsitzes angemeldet. Nach positiver Prüfung kann die Trauung auch bei einem anderen deutschen Standesamt stattfinden. Die Freigabe gilt sechs Monate. Gebühren sind nicht bundesweit einheitlich: Bremen nennt für die Prüfung bei ausschließlich deutschem Recht derzeit 57 Euro, Bayern 55 Euro. Außentermine, Urkunden und die Prüfung ausländischen Rechts kosten zusätzlich. Maßgeblich bleibt die aktuelle Auskunft eures zuständigen Standesamts.

Musik, GEMA und Künstlersozialabgabe

Für eine persönlich eingeladene, nicht öffentliche Hochzeit fällt nach der GEMA-Erläuterung zu privaten Feiern normalerweise keine GEMA-Gebühr an. Öffentliche Werbung, Eintrittskarten oder Zugang für Personen ohne persönliche Verbindung können die Einordnung ändern. Lasst euch bei einem ungewöhnlichen Format die Zuständigkeit schriftlich bestätigen, statt vorsorglich eine Fantasiepauschale einzuplanen.

Auch die Künstlersozialabgabe ist für das Paar als privaten Endverbraucher grundsätzlich kein eigener Zusatzposten. Die Künstlersozialkasse nennt ausdrücklich das Beispiel einer privaten Hochzeitsfeier mit Musikgruppe. Fragt trotzdem, ob das Angebot von Band, DJ oder Agentur brutto und vollständig ist.

Verträge, Anzahlungen und Absagen

Bei einem festen Hochzeitstermin solltet ihr nicht auf ein pauschales 14-tägiges Widerrufsrecht vertrauen. § 312g Absatz 2 Nummer 9 BGB nimmt bestimmte termingebundene Leistungen rund um Beherbergung, Speisen, Getränke und Freizeit vom Widerrufsrecht aus. Welche Regel im Einzelfall gilt, hängt vom Vertrag und von der Leistung ab.

Haltet Leistungsumfang, Bruttoendpreis, Anzahlung, Restzahlung, Mindestumsatz, endgültige Gästezahl, Ersatz bei Krankheit, Schlechtwetterlösung sowie Storno- und Verschiebungsregeln schriftlich fest. Reserve ersetzt keinen Vertragscheck. Bei hohen Summen oder unklaren Klauseln ist eine Beratung durch die Verbraucherzentrale oder eine Rechtsanwältin sinnvoll.

Wer welchen Topf bezahlt

Ein Familienzuschuss erhöht euer Budget erst, wenn Betrag und Zeitpunkt klar sind. „Wir helfen bei der Location“ ist zu offen, solange niemand weiß, ob damit 1.000 Euro oder die gesamte Rechnung gemeint sind.

Notiert Beiträge als feste Eurobeträge. Lasst den jeweiligen Topf trotzdem in eurer gemeinsamen Übersicht. Wer bezahlt, ändert nicht, was die Hochzeit insgesamt kostet. Für die Formulierung nach außen hilft der Artikel Wenn beide Familien zur Hochzeit einladen.

Häufige Fragen zur Budgetaufteilung

Kurz beantwortet

Wenn eure Verteilung steht, prüft den kleinsten Topf genauso nüchtern wie den größten. Eine digitale Einladung ist ein fester Betrag statt einer Stückrechnung für Karte, Umschlag und Porto. Vergleicht Format und Gastweg im Leitfaden zu digitalen und gedruckten Einladungen, bevor ihr Papeterie bestellt.

Gebt dem Einladungsbudget eine feste Zahl

Öffnet eine interaktive Einladung mit RSVP, prüft sie auf dem Handy und vergleicht den einmaligen Preis mit eurem Papeterie-Topf.

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Film Noir II

Über die Autorin

Hochzeitseinladungen, RSVP und Save the Date

Larisa schreibt die Hochzeitsratgeber von Saventify. Sie deckt digitale Einladungen, Save the Dates, RSVP, Gästelisten und die Vorlagen ab, die Paare wirklich verschicken.

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